Aktuelle Forschungsergebnisse zur Krankheitsfrüherkennung

Rückblick auf die letzten Jahre

In den letzten Jahren hat sich die automatische Brunsterkennung mittels Aktivitäts- und Wiederkausensoren etabliert. Diese erweisen sich als sehr zuverlässige Systeme, welche dem Landwirt bei der täglichen Arbeit mit seinen Tieren helfen. An dieser Stelle kommt die Frage auf, ob mit den gleichen Sensoren nicht auch eine Krankheitsfrüherkennung möglich ist.

Die oben genannten Systeme arbeiten meist autark und weisen den Landwirt auf eine mögliche Brunst seiner einzelnen Kühe hin. Die Aktivität der Kühe im brunstnahen Zeitraum steigt oft an, wohingegen die Wiederkauaktivität im gleichen Zeitraum stark abfällt. Die Sensoren nutzen diese Tatsache, um Tiere ausfindig zu machen, die sich derzeit in der Brunst befinden.

Aktuelle Untersuchungen

In letzter Zeit wurden zudem vermehrt Studien zum Thema Krankheitsfrüherkennung durchgeführt. Diese Untersuchungen sollten herausfinden, ob sich die obigen Sensoren auch zur automatischen Gesundheitsüberwachung und Krankheitsfrüherkennung eignen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass Sensoren veränderte Verhaltensweisen der Kühe erfassen können. Hiermit kann man mit Hilfe dieser Parameter einige Krankheiten früher erkennen, als durch eine reine visuelle Beobachtung. Die frühzeitige Erkennung einer Krankheit ist von vielen Faktoren abhängig. Bei einigen Krankheiten sinkt hierbei die Bewegungs- und Wiederkauaktivität stärker ab, als bei anderen.

Laut den von Wissenschaftlern durchgeführten Untersuchungen können Krankheiten, die eine starke Veränderung im Verhalten der Milchkuh mit sich bringen, bis zu 3 Tagen vor ersten äußerlich sichtbaren klinischen Symptomen detektiert werden. Dies macht es dem Landwirt möglich, seine Tiere bei der Diagnose einer Krankheit frühzeitig und gezielt behandeln zu können. Das spart ihm Kosten ein und fördert das Wohlergehen seines Tieres.
Derzeit besteht die Schwierigkeit darin, die Auswertung so zu sensibilisieren, dass sie eindeutig erkennen kann, ob eine Krankheit vorliegt oder nicht. Der Landwirt erhält so weniger sehr lange Alarmlisten mit falsch als krank erkannten Tieren.

Durch die Verwendung von Algorithmen wird eine genauere Diagnosefindung und eine frühzeitige Erkennung von Krankheiten ermöglicht. Diese Algorithmen stellen sich auf der einen Seite ständig neu auf das Verhalten des einzelnen Tieres ein, beziehen aber auf der anderen Seite auch das Verhalten der gesamten Herde mit ein.

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„InnoCow wurde unter dem Namen BlauCow im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds von Juli 2016 bis August 2017 gefördert.“