Digitalisierung der Landwirtschaft: 4.0 auf dem Vormarsch

Startups: Innovationen vom Acker bis zum Teller. Unter diesem Thema lud das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nach Berlin ein, um zu Diskutieren, wie Startups die Digitalisierung der Landwirtschaft voran bringen können. Auf der Gästeliste standen nicht nur Startups aus der Agrarbranche, sondern auch andere Akteure aus diesem Fachbereich. Wir von InnoCow durften jedoch nicht nur als Zuhörer anreisen, sondern standen auch auf dem Programm. Wir hatten die Chance unsere Idee vor ausgewähltem Publikum der Fachbranche vorzustellen.

InnoCow mit dem Geschäftsführer von Trecker (v.l.n.r Sebastian Baumbach, Alexandra Roth, Miro Wilms)

Bevor die Veranstaltung losging, konnten wir bereits einige interessante Gespräche mit den anderen Teilnehmern führen. Darunter auch Miro Wilms, Gründer und CEO von Trecker.com, der ebenfalls sein Startup vorstellen durfte. Nach einem kurzen Kennenlernen ging die Veranstaltung dann auch schon los mit einer Begrüßung von dem Leiter der Abteilung für Ernährungspolitik, Produktsicherheit und Innovation des BMEL, Dr. Klaus Heider. Darauf folgten Key-Notes von drei weiteren Rednern: Benedikt Bösel (Bundesverband Deutscher Startups e.V.), der über die Chancen von Startups in der Agrarbranche berichtete und betonte, dass „Fortschritt nicht wartet“. Janina Kaiser und Alexander Franke (K+S), die ihre Idee für die Zusammenarbeit mit Startups, der K+S Innovation Hub, vorstellten. Den dritten Redner möchte ich hier nun besonders hervorheben:

Landwirtschaft 4.0

Sehr Interessant und schön Veranschaulicht war der Vortrag von Dr. Peter Pascher, Mitglied des Deutschen Bauernverbandes. In seiner Rede betonte er die Wichtigkeit der Landwirtschaft 4.0, von der auch die Viehhaltung und die darin enthaltene Gesundheitsüberwachung betroffen ist. Dabei nahm Herr Dr. Pascher Bezug auf eine Studie von Bitkom Research, einer Marktforschung für die Digitalwirtschaft. Diese befragten vor einem Jahr 521 Landwirtschaftliche Betriebe zu dem Thema Digitalisierung der Landwirtschaft. Folgende Zahlen fanden wir besonders erfreulich und interessant, dass wir diese unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen: 75% der befragten Betriebe sind davon überzeugt, dass eine Digitalisierung langfristig Kostensenkend für ihr Unternehmen ist und 88% gaben an, ihre Ressourceneffizenz mit einem digitalisierten Betrieb erhöhen zu können. Weiterhin sehen 66% der befragten Betriebe eine Chance in der Digitalisierung für ihre Unternehmen.

                                                     Zukunft Säen – mit KI Ernten

CEO Sebastian Baumbach über die Bedeutung von KI für die Digitalisierung der Landwirtschaft (Quelle: BMEL)

Danach folgten nun die Vorträge der Startups, angefangen mit InnoCow. Der Vortrag unseres Gründers und Geschäftsführers Sebastian Baumbach stand unter dem Thema Zukunft Säen. In seiner Vorstellung des Unternehmens sprach er über die Bedeutung von künstlicher Intelligenz in unserer heutigen Gesellschaft. Durch eine selbstlernende KI würde eine kontinuierliche Verbesserung der Diagnose der Kühe. Sei es bei ihrer Gesundheit, ihrer Brunst oder die bevorstehende Kalbung. Dasselbe gilt bei der Ortung der Kuh im Stall. Denn Daten alleine langen in diesem Fall nicht, wie Herr Baumbach anschaulich an seinen Präsentationsfolien erklärte.

 Offen für eine Digitalisierung der Landwirtschaft

Die Referenten lauschen der Frage der Moderatorin (v.l.n.r Dr. Pascher, Baumbach, Kaiser, Dr. Rosendahl, Dr. Heider, Wilms, Bösel; Quelle: BMEL)

Nach den anschließenden Vorträgen von Trecker und PerformaNat  stellten sich die Referenten in einer Podiumsdiskussion den Fragen der Moderatorin. Zum einen ging es um die Problematik von Startups in der Agrarbranche. Zum anderen wurden die Chancen begutachten, ein erfolgreiches Produkt in der Agrarbranche auf den Markt zu bekommen. Einer der wichtigsten Aspekte, die hierbei festgestellt wurde, war die sofortige Funktionalität des Produkt welche gewährleistet sein muss, um auf dem Markt zu bestehen. „Es muss funktionieren und sich rechnen für den Landwirt“ betonte Dr. Pascher.  Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen. Die heutige Landwirtschaft ist sehr Innovationsorientiert und offen für die Digitalisierung, lautete der Abschluss der Podiumsdiskussion. Aus diesem Grund müssen Startsups genügend Unterstützung erhalten, um mit ihren Forschungen und Innovationen die Landwirtschaft 4.0 voran zu bringen. In der Zukunft sollten noch mehr landwirtschaftliche Betriebe, wenn nicht sogar alle, eine Chance in der Digitalisierung für ihre Branche sehen.

 

 

 

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„InnoCow wurde unter dem Namen BlauCow im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds von Juli 2016 bis August 2017 gefördert.“