InnoCow Praktiker Tipp – Pansenfüllung

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Trotz ausreichend bereitgestelltem Futter für die Kühe ist es von großer Bedeutung zu prüfen, ob jedes Tier aus der Milchviehherde genug über den Tag hinweg gefressen hat. Dies kann an dem Tier visuell beurteilt werden. Mit der Ausprägung der sogenannten „Hungergrube“ ist es sehr gut einschätzbar, wie voll der Pansen der Kuh gefüllt ist. Die Hungergrube liegt zwischen dem Rippenbogen und den Querfortsätzen der Lendenwirbel des Tieres. Bei den verschiedenen Ausprägungen wird in fünf Noten unterschieden.

Pansenfüllung richtig erkennen

Note 1: Die Hungergrube hat hier eine beinah rechteckige Form und ist tief eingefallen. Zu dem ist die Haut an den Querfortsätzen nach innen gewölbt. Daraus kann geschlossen werden, dass die Kuh so gut wie gar nicht gefressen hat. Hier müssen nähere Untersuchungen durchgeführt werden.

Note 2: Die Hungergrube hat eine dreieckige Form angenommen und ist weiterhin tief eingefallen. Auch die Haut ist an den Querfortsätzen noch nach innen gewölbt. Dies passiert häufig kurz nach einer Abkalbung. In der Laktation deutet es jedoch auf eine schlechte Futteraufnahme hin.

Note 3: Eine Vertiefung der Hungergrube ist noch sichtbar. Die Haut über den Querfortsätzen verläuft erst nach unten und wölbt sich dann nach außen. Dies weißt auf eine gute Futteraufnahme hin.

Note 4: Die Hungergrube ist nicht mehr zu sehen und die Haut über den Querfortsätzen wölbt sich nun nach außen. Für trockenstehende Kühe sowie für Kühe am Ende ihrer Laktation ist dies eine gute Pansenfüllung.

Note 5: Durch eine sehr guten Pansenfüllung sind die Querfortsätze nicht mehr zu sehen. Zu dem ist die Haut über den Bauch gespannt und es sind keine Rippen sichtbar. Für trockenstehende Kühe bedeutet das eine gute Futteraufnahme.

Es ist zu empfehlen die Pansenfüllung täglich und zu verschiedenen Uhrzeiten zu bewerten, um ein korrektes Bild über die Gesundheit der Kühe zu erhalten.

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„InnoCow wurde unter dem Namen BlauCow im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds von Juli 2016 bis August 2017 gefördert.“